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Dokumente zum Weg von Ernst JüngerNeuausgabe der Ausgabe von 1955Mit einem Nachwort von Tobias WimbauerBand 1 der Auswahl aus dem Werk
vergriffen
Der junge Armin Mohler war nicht der Eckermann Ernst Jüngers. Knapp vier Jahre war er sein Sekretär, keinesfalls angepaßt oder unkritisch oder ein bloßer Posterlediger. Ein Niederschlag dieser Zeit (1949-53) ist Mohlers großartige Skizze über einen Tag im Leben eines modernen Schriftstellers, mit deren Hilfe man die Wilflinger Försterei und damit Jüngers inneren Lebensbereich betreten kann.Veröffentlicht ist die Skizze in der "Schleife", einer Sammlung wichtiger Textstellen aus dem Frühwerk und den Briefen Jüngers. Die einleitenden und verknüpfenden Passagen des Herausgebers Mohler bieten mehr als nur einen zusätzlichen Reiz: Mohler und Jünger entfremdeten sich inhaltlich voneinander, als der ehemalige Sekretär dem Autor vorwarf, die Authentizität seiner Vorkriegsschriften einer Gesamtwerksstrategie zu opfern. So ist im Nachhinein betrachtet bereits Mohlers Auswahl für die Schleife der Versuch, Schriften wieder ins Gespräch zu bringen, "die fast eine ganze Generation umgekrempelt haben". Die "Schleife" ist nun in einer unveränderten Neuausgabe erschienen. Nicht mitaufgenommen sind die fünf Portraitfotos von Jünger. Sie sind in Bildbänden und Biographien hinreichend dokumentiert. Der Jüngerkenner Tobias Wimbauer ordnet die "Schleife" in seinem Nachwort in die Beziehung zwischen Mohler und Jünger ein und gibt insgesamt einen Überblick über die Begegnung der beiden unabhängigen Köpfe.
176 Seiten, geb.
Diesen Artikel haben wir am Dienstag, 06. November 2007 in unseren Katalog aufgenommen.