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Eine Ethik für den Alltag im 21. Jahrhundert
Natürlich wird jeder christliche Politiker zustimmen, daß die Zehn Gebote die Maxime seines Handelns seien – meist in eher unverbindlicher Interpretation. Der Sozialethiker und Politologe Bernhard G. Suttner hat deshalb Moses‘ Gesetze als „eine Ethik für den Alltag im 21. Jahrhundert“ definiert, deren überaus treffende Deutungen ein klareres Bekenntnis einfordern. So wird aus dem ersten Gebot (Du sollst keine anderen Götter neben mir haben) sogleich die Mahnung, vom Schuldkult abzulassen, dessen Götze von der Geschichts- bis zur Klimapolitik das oberste Richtmaß bildet. Das siebte Gebot (Du sollst nicht stehlen) gerät zum Bekenntnis gegen eine „marktliberale“ Globalisierung, und das zehnte (Verlange nicht nach dem Haus deines Nächsten) formuliert eine Absage an das allgegenwärtige „Streben nach Glück“ zugunsten eines „Strebens nach Zufriedenheit“.
69 S., Pb.
Diesen Artikel haben wir am Mittwoch, 03. September 2008 in unseren Katalog aufgenommen.