Die Enteignungen 1945-1949 im Prozess der deutschen Wiedervereinigung
Dieses Buch ist eine politische Bombe. Selbst die liberale "Zeit" urteilt jetzt, daß es der Autorin gelungen ist "...auf mehr als 550 Seiten die Dokumente dieses wohl erstaunlichsten Verfassungsbruchs der deutschen Nachkriegsgeschichte mit wissenschaftlicher Akribie und detektivischem Fleiß zusammenzutragen - lauter Indizien einer empörenden politischen Manipulation."Der Legende, daß die Wiedervereinigung Deutschlands ohne die Erfüllung der Forderung der Sowjetunion und der DDR-Regierung die Nachkriegskonfiskationen nicht wieder rückgängig zu machen nicht zu haben gewesen wäre, setzt die promovierte Politikwissenschaftlerin durch eine gründliche Auswertung aller verfügbaren Quellen ein Ende. In ihrem Buch weist sie überzeugend nach, dass es weder eine unverhandelbare Bedingung für die Wiedervereinigung gegeben hat, noch dass die Bundesregierung eine solche, möglicherweise irrtümlich, habe annehmen müssen oder können. Das Ergebnis stellt den "Watergate-Skandal weit in den Schatten" (K.P.Krause, FAZ)