Es ist ein merkwürdiger Widerspruch: Auf der einen Seite häufensich im Fernsehen die Geschichtssendungen, auf der anderenSeite konstatieren wir einen wachsenden Mangel an historischen Kenntnissen, und tatsächlich scheint die nationale Geschichtserzählung an ein vorläufiges Ende gekommenzu sein. Nicht die Politik - die Wirtschaft ist inzwischen unser Schicksal.Umso wichtiger erscheint es, die entscheidenden Stationen der deutschen Geschichte auf zeitgemäße Weise in Erinnerung zu bringen.
Geistreich, anschaulich und kurzweilig zeichnet Alexander Gauland die Porträts bedeutender Persönlichkeiten wie MartinLuther, Friedrich der Große oder Bismarck, schildert die Wirren desDreißigjährigen Kriegs, den Aufstieg Preußens, die Besatzung durch Napoleon und die Befreiungskriege und die wechselvollen Ereignisse des 20. Jahrhunderts.
Was war das überhaupt für ein Landstrich, in dem es über Jahrhunderte mehr Staaten gab als heute auf der ganzen Welt? Welche Streitigkeiten haben zu immer neuen Bündnissen geführt, und wie konnte aus den Kleinstaaten schließlich wieder ein Reich entstehen? Wie entwickelten sich die beiden deutschen Staaten, als der Eiserne Vorhang sie trennte?
Gauland erzählt die Geschichte nicht neu, aber doch anders - und versteht es, auch jungen Lesern die Faszination vergangener Epochen vor Augen zu führen.
167 S., geb.
Alexander Gauland, geboren 1941, promovierter Jurist, war Staatssekretär inder hessischen Staatskanzlei unter Ministerpräsident Walter Wallmannund Herausgeber und Geschäftsführer der »Märkischen Allgemeinen« inPotsdam. Er lebt heute als Publizist in Potsdam. Zu seinen Buchveröffentlichungenzählen: »Helmut Kohl. Ein Prinzip« (1994), »Das Haus Windsor«(1996) und »Anleitung zum Konservativsein« (2002).

Diesen Artikel haben wir am Mittwoch, 09. Dezember 2009 in unseren Katalog aufgenommen.