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Eine KlarstellungZimmers „Klarstellung“ zur Frage, ob Intelligenz erblich sei, setzt mit ein paar Ohrfeigen ein.Opfer des altgedienten Wissenschaftsjournalisten, der über vier Jahrzehnte lang Leser der Wochenzeitung Die Zeit mit den Forschungsentwicklungen in den Human- und Naturwissenschaftenvertraut machte, sind Sigmar Gabriel und Andrea Nahles. Hatten der SPDVorsitzende und seine Generalsekretärin doch im Herbst 2010 versucht, den Genossen Thilo Sarrazin mit dem Argumentaus der Partei auszuschließen, sein „biologistisches Geschwätz“ über die genetische Determinierung geistiger Leistungsfähigkeit, verfochten in seinem Verkaufsschlager „Deutschland schaff tsich ab“, sei mit dem Welt- und Menschenbild der SPD nicht vereinbar. „Das Leben ist offen“ und könne daher nicht vom „Erbgut“ fixiert werden, tönte die Germanistin Nahles gegen den „rassistischen Möchtegern-Darwin“ Sarrazin.Für derartige, von umfassender Unkenntnis des Forschungsstandes zeugende Irreführungen der Öff entlichkeit watscht Zimmer beide Hobby-Genetiker kräftig ab. Dank Zimmers Arbeit bekommt nun auch der deutsche Leser tiefe Einblicke in Geschichte und aktuelle Streitstände der Intelligenzforschung, die ihm bisher durch „Verschwörung des Schweigens“entzogen waren. Zumindest auf diesem bildungs- und sozialpolitisch höchst praxisrelevanten Wissenschaftsfeld konfrontiert ihn der Autor zugleich mit einer Maxime Berliner Regierungskunst: das gesellschaftliche Leben an der „Wahrheit vorbei zu organisieren“.320 S., Abb., geb.
Diesen Artikel haben wir am Donnerstag, 16. Februar 2012 in unseren Katalog aufgenommen.